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| [11] Großevakuierung: Bombenentschärfung |
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Datum: Dienstag, 07.06.2005, 21:56 - 07:55 Uhr Ort: Braunschweig - Stadtgebiet Stärke: 1 / 13 Einsatzverlauf der Ortsfeuerwehr Ölper:Am späten Dienstagabend wurde die Ortsfeuerwehr Ölper mittels Funkmeldeempfänger zum Einsatz alarmiert. Das MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) wurde als Durchsagefahrzeug zur Hauptwache der Berufsfeuerwehr angefordert. Nachdem das Fahrzeug in der Hauptwache eingerückt war, wie auch weitere Einsatzfahrzeuge für Durchsagen aus anderen Ortsfeuerwehren, wurde uns dann vor Ort die Lage erläutert. Im Schlosspark wurde eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die im laufe der Nacht entschärft werden sollte. Die MTF sollten zur Evakuierung der Personen aus dem Gefahrenbereich eingesetzt werden. Zur weiteren Unterstützung bei der Großevakuierung von circa 5000 Personen wurden die einzelnen Lösch- und Fachzüge alarmiert. Eine Besatzung von zwei Kameraden verblieb auf dem MTF, die Anderen bildeten anschließend zusammen mit der Ortsfeuerwehr Lehndorf und Rühme den Fachzug 87. Im weiteren Einsatzverlauf wurden die beiden Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Ölper getrennt eingesetzt. Das LF 16-TS wurde im Fachzugverband eingesetzt und das MTF fungierte als einzelne Einheit als Durchsagefahrzeug.Bericht eines Feuerwehrkameraden der MTF-Besatzung:"Nach dem wir alarmiert wurden und die Hauptwache erreicht hatten, wurden einige Fahrzeuge für die Durchsagen an die Bevölkerung in einzelne Sektoren eingeteilt. Da auch der 87er Fachzug alarmiert wurde, fuhren einige Kameraden zurück zum Gerätehaus und besetzten das LF 16-TS und bildeten vor Ort dann den Fachzug. Wir verblieben dann mit zwei Mann auf der Hauptwache und warteten unseren weiteren Einsatzbefehl ab. Im Anschluss wurden wir als Unterstützung für das Führungs- und Lagezentrum tätig und übernahmen die Botenaufgaben zwischen dem hiesigen Lagezentrum und der Feuerwehreinsatzleitstelle und dem Einsatzleitwagen. Noch während der Botenaufgabe ereilte uns ein weiterer Einsatzbefehl. Das MTF sollte nun als weiteres Fahrzeug zur Evakuierung der Bevölkerung im Magnivirtel eingesetzt werden. Mit einer Besatzung von 1/1 (Stärke) rückten wir dann zur Schlossstraße aus und begannen dort mit den Durchsagen an die Bevölkerung. Schon nach der ersten Durchsage, welche sich anschließend noch mehrfach wiederholte, gingen in der Straße die ersten Fenster auf und fragende Blicke waren zu vernehmen. Im weiteren Verlauf wurde dann die gesamte Straße evakuiert, die Fragen der Bevölkerung geklärt und KTF (Krankentransportfahrzeuge) zum Transport von bedürftigen Personen angefordert. Mit eingeschaltetem Blaulicht fuhren wir dann auch anliegende Straßen ab und forderten auch dort die wohnhafte Bevölkerung auf, ihre Wohnungen zu verlassen und die sich zu angegebenen Sammelstellen zu begeben.""Nachdem das gesamte von uns zu evakuierende Gebiet abgefahren wurde, wurden wir auf ein Hilfeersuchen, in einer angrenzenden Straße dem Ölschlägern, aufmerksam gemacht. Dort musste eine Person aus der Wohnung gebracht werden. Aufgrund der örtlichen Begebenheiten konnte der Rettungsdienst die Person nicht mit der Krankentrage aus der Wohnung holen. Mittels einem Tragetuch unterstützten wir dann die Rettungskräfte und verbrachten die Person zum Liegendtransport zum KTF." "Im weiteren Einsatzverlauf unterstützen wir dann auch die Polizei bei der weiteren Evakuierung einzelner Wohnungen. Als dann alle Straßen vollständig evakuiert waren, begaben wir uns zur Feuerwehrwache an der Eisenbüttlerstraße und wurden dort mit einer warmen Suppe versorgt." "Über Funk wurde uns dann ein weiterer Einsatzbefehl übermittelt. Das MTF sollte zum Personentransport zur VW-Halle, die Sammelpunkt und Unterkunft für die evakuierten Personen war, gefahren werden. Gegen 04:00 Uhr rückten wir vorerst ins Gerätehaus ein und begaben uns anschließend zur VW-Halle. Als der Gefahrenbereich nach dem Abtransport und der Entschärfung des ersten Zünders der Bombe wieder freigegeben war, wurden mittels Busse und MTF die evakuierten Personen wieder nach Hause oder in ihre Hotels verbracht. Anschließend wurden die Betten des Notlazarettes in der VW-Halle durch alle Helfer vor Ort abgebaut. Nach einer kleinen Abschlussbesprechung war dann gegen acht Uhr morgens der Einsatz nach fast zehn Stunden vorbei." Die obenstehenden Bilder sind auf dem Platz der VW-Halle am Europaplatz entstanden und zeigen das Deutsche Rote Kreuz beim Abbau und bei den Aufräumarbeiten des eingerichteten Notlazarettes, die tatkräftig durch die Helfer der Feuerwehr unterstützt wurden. Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung vom 09.06.2005 (Foto: Rudolf Flentje): Weiterführende Links:
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