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| [15] Feuer: Dachstuhlbrand |
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Datum: Dienstag, 06.07.2004, 03:24 - 05:20 Uhr Ort: Braunschweig - Gliesmaroder Straße Stärke: 1 / 8 Ein heller, roter Feuerschein über den Dächern von Braunschweig. Am frühen Morgen ist in einer Wohnung, im vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses, in der Gliesmaroder Straße ein Feuer ausgebrochen, das sich bis zum Dachboden ausgedehnt hatte. Zwei Löschzüge und zwei Ortsfeuerwehren waren im Einsatz gegen die Flammen. Die Anwohner des Hauses wurden evakuiert und in einem Bus der Feuerwehr vorrübergehend untergebracht. Aufgrund der Kälte in den Morgenstunden war es auch erforderlich, warme Decken zur Verfügung zu stellen. Mehrere Trupps der Feuerwehr sind mit schweren Atemschutz zum Innenangriff vorgegangen. Außerdem wurden die Löschmaßnahmen durch das Einsetzen zweier Drehleitern der Berufsfeuerwehr unterstützt. Zur Ablösung und weiterführenden Nachlöscharbeiten, sowie Personenbetreung und der Aufräumarbeiten wurde die zuvor alarmierte und auf der Hauptwache stationierte Ortsfeuerwehr Ölper nachgefordert. Vor Ort waren mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr mit laufendem Blaulicht zu sehen. Eine lange Wegstrecke, die durch die Ortsfeuerwehr Querum aufgebaut wurde, sorgte für die notwendige Löschwasserversorgung. Zwei Rohre wurden im Innenangriff vorgenommen. Jedoch konnten sich die Flammen durch das Dach durchfressen und loderten so sichtbar durch den Dachstuhl. Auf dem Hinterhof musste herabfallender Brandschutt abgelöscht wurden. Weitere Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Ölper gingen zu Nachlöscharbeiten in das Gebäude vor. Zur Absicherrung der Einsatzstelle wurde die gesamte Straße voll gespert und der Straßenbahnverkehr eingestellt. Außerdem wurden die Oberleitungen mit einem Bahnerdungssatz geerdet um so ein sicheres Arbeiten und Vorgehen der Drehleiter zu gewährleisten. Zudem wurde mittels Flutlichscheinwerfer der Einsatzort ausgeleuchtet. Von der Drehleiter aus wurde auch der Dachstuhl beleuchtet. Der Strom in der obersten Etage wurde durch den Störungsdienst Elektro der Energieversorgung abgestellt. Als weiteres Fahrzeug wurde der Abrollbehälter mit Umweltschutz zum Einsatz alarmiert. Dieser stellte dann einen Wassersauger zur Verfügung. Damit wurde dann versucht die Löschwasserschäden in der darunter liegenden Wohnung möglichst gering zu halten. Auch der Stadtbrandmeister Wolfgang Schulz war mit einem Mannschaftstransportfahrzeug an der Einsatzstelle. Doch nicht nur das schnelle Eingreifen der Trupps, welche in das Gebäude vordrangen war wichtig, sondern auch die genaue Koordination der Einsatzkräfte. Dazu wurde auch der Direktionsdienst alarmiert. Dieser ist immer dann mit vor Ort, wenn zum Beispiel mehr als ein Löschzug der Berufsfeuerwehr im Einsatz ist. Doch auch die Menschenbetreuung ist sehr wichtig. Es muss für das Wohl der Leute gesorgt werden. Bei Kälte, welche in den frühen Stunden herrschte, mussten Decken und eine warme Unterbringung gestellt werden. Im Morgengrauen entspannte sich die Lage und die Nachbargebäude waren durch ein Ausbreiten der Flammen nicht mehr bedroht. Aufgrund dieser Sorge wurden auch die große Anzahl der Einsatzkräfte deutlich. Doch nicht nur die Gefahr einer Ausbreitung, sondern auch der Einsatz unter schwerem Atemschutzgerät ist ein Grund dafür, ausreichend Einsätzkräfte vor Ort zu haben. Diese können dann einen Sicherungstrupp für den vorgehenden Trupp bilden und diesen nach dem Einsatz zugleich auch ablösen. Im späteren Verlauf kam dann der Caddy der Berufsfeuerwehr zum Einsammeln und Mitnehmen der benutzten und nassen Schläuche vorbei. |
