Startseite Einsätze 2003 [16] Feuer/Einsatzübung: Gebäudebrand

[16] Feuer/Einsatzübung: Gebäudebrand E-Mail
Datum: Montag, 22.09.2003, 20:14 - 22:20 Uhr
Ort: Braunschweig - Celler Straße
Stärke: 1 / 10

Am Abend des 22.09.2003 wurde die Feuerwehr Braunschweig Ölper zu einer Löschzugübung der Freiwilligen Feuerwehr zusammen mit der Berufsfeuerwehr alarmiert. Diese fand auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Celler Straße statt. Die Einsatzlage war diese. Der Keller des ehemahligen City Car Gebäudes brannte, dass gesammte Gebäude war verqualmt und es wurden mehrere Personen vermisst. Vor Ort waren zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr, das Fahrzeug der Feuerwehr Braunschweig Ölper und ein Zug der Berufsfeuerwehr mit Drehleiter.


Mit Hilfe der Drehleiter konnen die ersten Personen vom Dach geretten werden und der Ausangriff auf die austretenden Flammen, die in weitere Räume und bis in den ersten Geschoss vordrangen, begonnen werden. Zeitgleich machten sich die ersten Trupps für den gezielten Innenangriff fertig um weitere Personen im völlig verqualmten Gebäudekomplex zu suchen.


Die Angriffstrupps der Löschzüge drangen dann bis ins oberste Geschoss des Gebäudes vor und konnten so verletzte Personen bergen und dass Feuer im direkten Brandhert massiv bekämpfen. Parallel dazu wurden die Löscharbeiten von weiteren Trupps von außen vorbereiten und auch das Nachbargebaude durch mehrere Leitungen abgeriegelt. So wurde ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarhäuser verhindert.


Später stellte sich dann herraus, dass noch weitere zwei Personen unverletzt auf einem Vordach verharrten. Mit Steckleitern bewafnet sind Trupps der Feuerwehr Braunschweig Ölper vorgedrungen und konnet die Personen wohlbehüten bergen und an einem Sammelplatz versorgen.


Mit einer dreiteiligen Steckleiter gelang es noch zwei weitere Personen von einem Vordach zu retten und so vor dem allmälig immer stärker austretenden Qualm zu retten.


Im weiteren Verlauf wurden weitere Personen geborgen und die Nachlöscharbeiten vortgeführt, bis die Lage entschärft war und so ein Ende der Übung erreicht und eine folgende Nachbesprechung durchgeführt wurde. Dann konnten auch wir wieder einrücken und angesichts aufziehendem Gewitter mit unsicherem Gefühl den Heimweg antreten.


Es gibt Übungen bei denen die Einsatzkräfte unvorbereitet alarmiert werden. Diese werden genutzt, um im Übungsverlauf auftretende Fehler im darauf volgenden Gespräch mit den Gruppen zu klären. So hofft man, dass sich im Ernstfall diese Fehler vermeiden lassen. Da bei solchen Übungen jeder wie in jedem Einsatz aus seinem Alltag rausgerissen wird und dann mit Blaulicht und Martinshorn ausgerückt wird, schleichen sich auch genau die Fehler ein, die wahrscheinlich im Ernstfall auftreten würden.

Eindrücke einiger Kammeraden vor Ort:

Das größte Problem, dass bei jeder Übung, ob sie vorbereitet ist wie die Bereitschaftsdienste der Löschzüge oder ob sie unerwartet durchgeführt werden, ist der fehlende direkte Bezug zur Realität. Im Ernstfall sieht jeder genau wo das Feuer ist, man sieht genau, welche Orte beleuchtet werden müssen und man handelt oft anders als in einer Übung.

Jedoch gibt jede Übung eine gewisse Grunderfahrung und hilft jedem Kammerad gewisse Situationen schneller einschätzen und bewältigen zu können. Deshalb wird es auch immer wieder vorkommen, dass die Feuerwehr "nur" für eine Übung alarmiert wird und mit lautem Martinshorn durch die Ortschaft fährt.
 
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