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| [01] Katastrophenschutz: Hochwassereinsatz |
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Datum: Montag, 19.08.2002, 06:00 Uhr - Dienstag, 20.08.2002, 14:00 Uhr Ort: Wörlitz Stärke: 1 / 10 Katastropheneinsatz in Sachsen Anhalt - Hochwassereinsatz in Wörlitz. Aufgrund eines Hochwassers in Wörlitz wurden die Kräfte der Feuerwehr Braunschweig an mehreren Tagen zur Unterstützung der Hilfskräfte und der Bevölkerung in das Katastrophengebiet gebracht, um vor Ort Hilfe leisten zu können. Am frühen Morgen haben sich einige Kammeraden der Feuerwehr Braunschweig Ölper am Gerätehaus getroffen, um von dort aus zur Hauptwache der Berufsfeuerwehr in Braunschweig zu fahren. Von dort aus wurden dann auch Kammeraden aus anderen Ortswehren in Linienbussen zu einem großen Sammelplatz auf einem Parkplatz nach Wörlitz / Sachsen-Anhalt gefahren. Dort waren nicht nur die Feuerwehren aus Braunschweig, sondern auch Feuerwehren aus Bayern und anderen Bundesländern. Außerdem war das Technische Hilfswerk mit Sattelschleppern, Baggern, Booten und vielen anderen technischen Gerätschaften vor Ort. Als es dann in den frühen Nachmittag reinging, wurde es plötzlich unruhig. Fahrzeuge fuhren im Conveu los und wir führen zu einem näher am nächstgelegenen Deich liegenden Sammelplatz. Von dort aus ging es dann direkt zu Arbeit. Eine Menschenschlange von mehreren hundert Helfern der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerkes, der Feuerwehr und der zivielen Bevölkerung reichten Sandsäcke an die benötigten Stellen am Deich weiter. Die Bundeswehr war mit Hubschraubern, Amphibienfahrzeugen, Geländewagen vor Ort. Ständig fuhren Schaufelbagger gefüllt mit Sandsäcken vor zum langsam durchsickernden Deich. Nach einigen Stunden konnetn wir dann eine kurze Pause einlegen. Wie auf einigen Bildern zu sehen ist, wurde eine enorme Menge an Trinkwasser verbraucht und die leeren Flaschen häuften sich am Deichrand. Das nächste Problem war oftmals die Komunikation, sodas ofters zum mobielen Telefon gegriffen werden musste. Als dann nach stundenlanger Arbeit und nach literweisen Wasserflaschen endlich der Deich gesichert war und sich die Menschenschlange allmählig auflöste, konnen die schweren Schäden und die Ausmaße der Flut sehen. Es wurden Sandsackreihen quer zum Deich gestapelt, die so ein Durchbrechen verindern sollten. Zu dem wurden Planen zur Abdichtung und zur Stabilisierung unter den Sandäcken gespannt. Die Erschöpfung war allen sichtlich in Gesicht geschrieben. Die ständige monotone Arbeit und die extreme Hitze hat enorm an Kräften eines jeden Helfers gekostet. Zwischenzeitlich kam es sogar vor, dass Helfer aus der Befölkerung total Erschöpft mit Rettungshubschraubern in ein Krankenhaus eingeflogen werden mussten. Am Abend sind wir dann in einem noch trockenen Hotel unter gekommen und konnten so neue Energie für den folgenden Tag sammeln. Am nächsten Tag musste ein stark angestiegener Bach entlastet und mit mehreren Tragkraftspritzen Wasser umgeleitet werden. Besonders schwierig war dies, da der angrenzende Deich stark durchweicht war und zu brechen drohte. Dazu wurden vorerst sämtliche Pumpen aufgestelt und eine längere Wegstrecke an Schläuchen verlegt. Dann wurde das Wasser auf die andere Seite des Deiches gepumpt. Auf einigen Bildern ist die Elbe an der obersten Grenze der Deichkrone zu sehen. Normalerweise ist die Elbe ca. 4 km vom Deich entfernt. Das heißt selbst bis zu der Waldgrenze am Horizont ist eigendlich nur eine große, grüne Wiese zu sehen. Durch das Umleiten des Wassers drohte jedoch der Deich auf Grund der starken Wasserbewegung zu brechen und die Schläuche mussten mit Schlauchbooten weiter hinaus gezogen werden. Dies erwieß sich als sehr schwierig, da es Probleme gab, ein Boot so spontan zu besorgen. |
