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26. Sep 2009 |
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| Am 26. September war es endlich so weit, der lang ersehnte „Tag wie bei der Berufsfeuerwehr“ stand vor der Tür. Um 14 Uhr trafen die Jugendlichen mit ihrem Gepäck am Feuerwehrhaus in Ölper ein. Ihnen standen 22 Stunden Einsatzbereitschaft bevor.
Wie es bei der Berufsfeuerwehr üblich ist, wurde zur Begrüßung eine Ansprache vom Jugendwart und den helfenden Betreuern gehalten, worin es um Verhalten, den Tagesablauf und Organisatorisches ging. Nachdem die Truppeinteilung vorgenommen wurde, hatten die angehenden Feuerwehrleute noch etwas Zeit, um sich auszurüsten und ihre Einsatzbereitschaft vorzubereiten. Kurz bevor um 15 Uhr der feuerwehrtechnische Unterricht auf dem Dienstplan stand, kam der erste Einsatz. Eine Katze musste von einem Garagendach gerettet werden und wurde der kleinen Besitzerin nach kürzester Zeit unversehrt übergeben. Nun konnte nach einer kurzen Einsatzbesprechung mit dem Unterricht begonnen werden. Nach ca. 45 Minuten folgte der nächste Einsatz. Die jungen Feuerwehrfrauen und -männer wurden zu einem Flächenbrand gerufen. Nachdem die Wasserversorgung für das offene Gewässer aufgebaut worden war, konnten sie mit drei C-Rohren vorgehen. Sie wurden schnell Herr der Lage. Wenige Minuten später kam die Meldung: „Feuer aus“. Alles wurde wieder abgebaut und es ging zurück ins Feuerwehrhaus. Nun stand Dienstsport auf dem Programm, denn ein Feuerwehrmann/ -frau braucht auch eine gewisse Fitness. Kaum zurück vom Sport hieß das nächste Einsatzstichwort verdächtiger Rauch an einer Scheune. Nach sofortigem Erkunden durch den Gruppenführer wurde der Angriffstrupp mit der Kübelspritze eingesetzt, um einen kleinen Entstehungsbrand zu löschen. Zusätzlich wurde der Wassertrupp mit einer zweiten Kübelspritze zur Verstärkung geschickt. Im Gerätehaus angekommen wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt und es ging hoch in die Küche, um gemeinsam das Abendessen vorzubereiten. Es gab selbst gemachte Pizza. Jeder durfte seinen Teil vom Blech selbst belegen. Danach wurden ein paar Spiele gespielt und ein Film geschaut. Kurz vor der Nachtruhe ging es zu einer Scheune, bei der eine aus einem Vorratsbehälter auslaufende Flüssigkeit gemeldet wurde. Zwei Trupps wurden beauftragt mit Steckleiterteilen und einer Plane einen behelfsmäßigen Auffangbehälter zu bauen. Der Gruppenführer erkundete zusammen mit dem Melder die weitere Lage. Der Schlauchtrupp kümmerte sich um den Landwirt, der uns alarmiert hatte. Die Betreuung erwies sich als schwierig, da dieser alles besser wusste und ständig umher lief. Doch auch diese Aufgabe wurde nach kurzem Anlauf perfekt gemeistert. Das weitere Erkunden und eine Rücksprache mit dem Eigentümer der Halle ergab, dass es sich bei der Flüssigkeit lediglich um etwas schmutziges Wasser handelte. So konnte dieses dann mit der Tauchpumpe abgepumpt werden. Jetzt hieß es endlich Nachtruhe, doch obwohl es ein sehr einsatzreicher Tag war, sollte dieser noch nicht vorbei sein. Gegen Mitternacht löste eine Brandmeldeanlage im Industriegebiet Alarm aus. Also sprangen alle wieder aus den Betten heraus und besetzten die Fahrzeuge. Diesmal waren die Kinder sogar schneller als die Betreuer, was sehr zur Verwunderung führte aber natürlich mit Lob bedacht wurde. Am Einsatzort angekommen, erkundete der Gruppenführer zusammen mit dem Angriffstrupp die Lage und musste zum Bedauern aller eingesetzten Kräfte bekannt geben, dass es sich bei diesem Einsatz um einen Fehlalarm handelt. Etwas bedrückt aber dennoch erleichtert fuhren die Kräfte zurück auf die Wache und konnten nun endlich schlafen, bis am nächsten Morgen der Wecker zum gemeinsamen Frühstück klingelte. Noch während des Frühstücks wurde ein brennender Papiercontainer gemeldet. Also wurde das Brötchen schnell auf den Teller gelegt, der Kakao auf den Tisch gestellt und es ging in Eile auf die Fahrzeuge. Am Einsatzort angekommen stellte sich heraus, dass kein richtiger Container, sondern daneben abgelagerter Müll brannte. Dieser wurde umgehend mit dem Schnellangriff gelöscht und es ging zurück an den Frühstückstisch. „Jetzt wird ja wohl nichts mehr kommen“, dachten sich die Jugendlichen, denn es war ein sehr aufregender Dienst und schließlich ist ja in 1,5 Stunden Ende angesetzt. Während des Aufräumens ging die letzte Einsatzmeldung ein. Es galt eine Ölspur abzustreuen und die Straße wieder zu reinigen. Wie alle anderen Einsätze, so wurde auch dieser mit Bravour gemeistert und es ging zurück ins Feuerwehrhaus. Nach dem Aufklaren der Fahrzeuge und des Gerätehauses gab es eine kleine Abschlussbesprechung mit allen Beteiligten. Dieser Dienst war ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer und sollte nach Wunsch der Jugendlichen am Besten wöchentlich durchgeführt werden. Doch da lassen wir uns mal überraschen, wann es wieder so weit ist. Abschließend möchte ich mich bei allen Helfern, den jugendlichen Teilnehmern, den Landwirten und Nachbarn aus dem Ort, die uns ihre Flächen und Räumlichkeiten zur Verfügung stellten, herzlich bedanken. Dieser Tag wäre sonst sicherlich nicht so erfolgreich geworden. Vielen Dank! Jugendwart Oliver Schrader |
