Startseite Berichte 2008 Länderübergreifende Übung in Wentorf bei Hamburg

01.

Nov

2008

Länderübergreifende Übung in Wentorf bei Hamburg E-Mail
Für die zwei teilnehmenden Feuerwehren stellte die Übung, die am Samstag, den 01.11.2008, in Wentorf bei Hamburg durchgeführt wurde, ein Novum dar. Erstmals arbeiteten beide mit einer Freiwilligen Feuerwehr eines anderen Bundeslandes zusammen. Dreizehn Kameraden der Ortsfeuerwehr Ölper aus Braunschweig in Niedersachsen reisten zu der Übung nach Wentorf bei Hamburg in Schleswig-Holstein.
Der Tag in Wentorf begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich die Kameraden gegenseitig kennelnernen konnten. Im Anschluss gab es eine Einweisung in die Fahrzeuge, da geplant war gemischte Besatzungen zusammenzustellen, um den Austausch zwischen den Kameraden zu fördern. Währenddessen wurde in einem Übungshaus auf dem ehemaligen Standortübungsplatz in Wentorf die Übung vorbereitet. Zur Verrauchung des Gebäudes wurden unbehandelte Holzpaletten entzündet. Außerdem wurde in dem doppelstöckigen Gebäude eine Übungspuppe versteckt, um eine Menschenrettung zu üben.
Als diese Vorbereitungen getroffen waren, rückte der gemeinsame Zug bestehend aus dem MTF, dem TLF 16/25 und dem LF 20/16 aus Wentorf sowie dem TSF-W aus Ölper vom Bereitstellungsraum an der Einfahrt des Übungsgeländes zum Einsatzort aus. Die Zugführung wurde vom Zugführer der Feuerwehr Wentorf Orm Rudolf übernommen, der auch für die Ausarbeitung der Übung verantwortlich war. Es wurde jeweils ein Gruppenführer aus Wentorf und einer aus Ölper gestellt. Auch die Trupps bestanden aus Feuerwehrmitgliedern beider Feuerwehren.
Gleich beim Eintreffen der Kräfte wurden zwei Trupps unter Atemschutz beauftragt, das Haus nach Menschen abzusuchen. Es wurde ziemlich schnell gemeldet, dass die Wohnung im Erdgeschoss menschenleer ist, sich dort aber zwei Brandherde befinden. Auch im ersten Obergeschoss konnte keine Person gefunden werden. Hier war nur eine leichte Verrauchung festzustellen, aber kein Feuer. Da es aber hieß, dass eine Person vermisst werde, wurde auch noch das Dachgeschoss durchsucht, wo eine nicht ansprechbare Peson aufgefunden wurde. Da der Brandrauch durch das Treppenhaus auch bis nach oben gezogen und der Gesundheitszustand der Person kritisch war, musste unverzüglich eine Rettung eingeleitet werden. Zur Unterstützung wurde ein weiterer Trupp ins Gebäude geschickt. Auf einem Bergetuch wurde der Verletzte von vier Kameraden unter Atemschutz ins Freie gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben. Während die Personensuche und -rettung im Gange war, wurde auch ein Außenangriff mit mehreren Strahlrohren vorgebracht, um ein Überschlagen des Feuers auf ein höheres Stockwerk zu verhindern. Nachdem das gesamte Gebäude abgesucht war, konnte die Brandbekämpfung an den zwei Brandherden im Erdgeschoss begonnen werden.
Als auch diese abgeschlossen war, wurde das Gebäude belüftet und alles Material zurückgenommen. Während der Abschlussbesprechung zeichnete Zugführer Orm Rudolph den zeitlichen Ablauf der Übung nach, indem er die Zeiten signifikanter Punkte wiedergab. Er sowie auch Stefan Schlüter, stellvertretender Ortsbrandmeister in Ölper, der an dem Tag als Gruppenführer eingesetzt war, zeigten sich mit dem Ablauf der Übung und der Zusammenarbeit der Kameraden sehr zufrieden. Allerdings zeigten sich auch Unterschiede im Vorgehen der beiden Feuerwehren.
Während der Aufräumarbeiten vor Ort und der Nachbereitung am Gerätehaus der Feuerwehr Wentorf kam es dann zu regem Austausch zwischen den Kameraden. Da sich alle an den Aufräumarbeiten beteiligten, waren schnell alle Gerätschaften wieder einsatzbereit.
Im Anschluss wurde ein gemeinsames Mittagessen eingenommen, bei dem die Gespräche weitergingen. Fünf Kameraden aus Ölper traten noch am gleichen Abend den Rückweg nach Braunschweig an. Die übrigen verbrachten noch eine Nacht im Wentorfer Gerätehaus und nutzten die Gelegenheit, die Metropole Hamburg zu besichtigen.


Weiterführende Links:

www.feuerwehr-wentorf.de
Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Wentorf bei Hamburg
 
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