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26. Jan 2006 |
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Diesen Mittwoch waren stationäre Löschanlagen und Brandmeldeanlagen bei VW Braunschweig Thema des Übungsdienstes der Ortsfeuerwehr Ölper. Um einen Eindruck einer solchen Anlage zu bekommen wurde eine Führung im Volkswagenwerk in Braunschweig an der Gifhorner Straße durchgeführt.
Zunächst führte uns ein Angestellter der Werkfeuerwehr durch die Räumlichkeiten der Feuerwehrwache des VW - Werk. Dabei wurden die Tätigkeiten in der Leitstelle, in der Notrufe eingehen und die Einsätze der Werksicherheit, bestehend aus dem Werkschutz und der Werkfeuerwehr, koordiniert werden, erläutert. Anschließend wurden die Fahrzeuge der Werkfeuerwehr und deren taktischer Verwendungszweck bei Einsätzen erklärt. Besonders beeindruckend war die kompakte Größe der Einsatzfahrzeuge. Auf kleinstem Raum waren Schnellangriffseinrichtungen, ein Wassertank und diverse feuerwehrtechnische Geräte verstaut. Priorität hat diese Gestaltung der Fahrzeuge, da diese primär bei Brandeinsätzen oder technischen Hilfeleistungen direkt in die Hallen des Werkes zum Einsatz kommen sollen. Doch auch größere Fahrzeuge, wie ein Tanklöschfahrzeug mit einem Wassertankvolumen von 3000 Litern konnten bestaunt werden. Es wurde auch ein kleiner Blick in die Aufenthaltsräume und die Atemschutzwerkstadt der Feuerwehrwache gewährleistet.
Unter der Führung eines Werkfeuerwehrmannes ging es dann mit den Fahrzeugen zu diversen Produktionshallen, in denen die verschiedenen Löschanlagen und Brandmeldeanlagen gezeigt wurden. Dabei wurde die praktische Anwendung der Anlage anhand von geschehenen Einsatzlagen erläutert. Besonders überwältigend schien anfangs das verzweigte Netz der Sprinkleranlagen, die ein Ausbreiten eines eventuellen Brandes verhindern sollen. Auch einen Blick in die Sprinklerzentrale, mit einem Löschwasserbehälter, der einen konstanten Druck von 10 bar in den Wasserleitungen der Sprinkleranlage bereitstellt und zwei Hochdruckpumpen, die mittels Strom oder Dieselkraftstoff betrieben werden, wurde uns ermöglicht. In einem Lager, in dem besonders entzündbare Stoffe gelagert werden, wurde uns eine CO2-Löschanlage (Niederdruckanlage) gezeigt. Bei eventuellen Bränden wird dort ein Alarm ausgelöst, der alle Mitarbeiter warnt, damit diese auf dem schnellstmöglichen Weg den Gefahrenbereich verlassen können und anschließend der Löschvorgang mittels Kohlenstoffdioxid (CO2) durchgeführt werden kann. Das CO2 bewirkt seine Löschwirkung durch die Verdrängung von Sauerstoff; bei einem Sauerstoffgehalt von unter 15% erstickt das Feuer. Zum Schluss wurde noch ein weiterer, potentieller Gefahrenbereich gezeigt, der mittels besonderer, brandsicherheitstechnischen Maßnahmen geschützt werden muss. In der Lackieranlage wurden die möglichen Gefahren erklärt und gezeigt, wie gegen diese vorgegangen wird. Die Führung ermöglichte den Kameraden der Ortsfeuerwehr Ölper einen eindrucksvollen Einblick in die Tätigkeitsbereiche der Werkfeuerwehr, deren Brandschutzmaßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz und der gesamten Löschanlage und deren unterschiedlichen Einsatzgebiete innerhalb des Werkes. Dafür möchten wir uns nochmals bedanken. |
